145 Jahre sind im Leben eines Volkes oder Staates nur eine relativ kurze Zeitspanne im Bestand eines Familienunternehmens aber die Summe der Arbeit von vier Generationen.

Am 1. Januar 1855 hatte der junge Buchbindermeister Johann Steinbrener in Winterberg, einem verträumten, kleinen Böhmerwaldstädtchen, etwa 100 Autokilometer nordwestlich von Schärding gelegen, im Hause seines Vaters eine bescheidene Buchbinderwerkstätte eröffnet. Das Werk gedieh und entwickelte sich im Verlauf von drei Generationen zu einem höchst beachtlichen Betrieb in der papierverarbeitenden Industrie.

Das Schicksalsjahr 1945 brachte nicht nur den Verlust aller Produktionsstätten, eines modernen Maschinenparks und zahlreicher Fabriks- und Wohnhäuser, sonder auch, was noch viel mehr wog, den Verlust der angestammten Heimat.

Unter unsagbaren Schwierigkeiten gelang es, das Unternehmen ab 1946 in Schärding, Oberösterreich, sesshaft zu machen, um dort wieder ganz von vorne anzufangen. Trotzdem sich die Voraussetzungen gegenüber den Produktionsverhältnissen der Vorkriegszeit grundlegend gewandelt haben ist es gelungen, in Österreich ein Spezialunternehmen zur Herstellung von Luxusbucheinbänden, Buchgoldschnitten und Ledergalanteriewaren aufzubauen, welches dem traditionell guten Ruf dieser Branche, den Österreich auch im Ausland genießt, voll entspricht und so ganz im Sinne seines Begründers weiterwirkt.